Außerordentlich hohe Masernaktivität in Österreich

Feb. 2019

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Es wird über eine außerordentlich hohe Masernaktivität in Österreich berichtet: mit 12.02.2019 wurden im Jahr 2019 bereits 42 Masernfälle gemeldet, im Vergleich dazu im gesamten Jahr 2018 insgesamt nur 77 Fälle.

Zahlreiche dieser Fälle werden auch weiterhin verzeichnet, mit Schwerpunkt in der Steiermark und Salzburg. Es ist mit dem Auftreten weiterer Fälle zu rechnen (Inkubationszeit 8-10 Tage, höchstens 21 Tage). Gerade wegen der erhöhten Reiseaktivität in Österreich während der Semesterferien ist auch mit Fällen in anderen Bundesländern zu rechnen.

Problematisch ist, dass in der Vergangenheit zahlreiche Fälle leider erst verspätet diagnostiziert wurden, wodurch Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Infektionsketten erst verspätet gesetzt werden konnten. Unter den bisher gemeldeten Fällen sind auch zahlreiche Kinder < 1 Jahr mit dem besonders hohen Risiko für Komplikationen. Wir weisen darauf hin, dass man bei Kindern < 1 Jahr nicht von einem verlässlichen Nestschutz ausgehen kann und hier bei Exposition dringend entsprechende, einschlägige Expertinnen und Experten kontaktiert werden sollten.

Beim geringsten klinischen Verdacht sind sofort folgende Maßnahmen zu treffen:

 diagnostische Labor-Abklärung (siehe Beilage)

 Meldung laut Epidemiegesetz (sowohl Verdacht als auch Bestätigung)

 Einleitung notwendiger Absonderungsmaßnahmen

Wir dürfen in Erinnerung rufen, dass es nach § 7 Abs. 1 des Epidemiegesetzes 1950 iVm §§ 4 und 5 der Absonderungsverordnung bei Masern geboten ist, nicht nur kranke und krankheitsverdächtige, sondern auch ansteckungsverdächtige Personen abzusondern.

Zur weiterführenden Information wird auf die folgende Information verwiesen:

http://www.kinderheilkunde.at/de/downloads/get/101/